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Kategorie: Buch

Loriot: Biographie

 

Der 22. August 2011 war ein schwarzer Tag - nicht nur für den deutschen Humor, sondern für den gesamten deutschsprachigen Raum. Nach einem erfüllten Leben starb Loriot, Vicco von Bülow, und hinterließ eines der bedeutenden Kulturgüter des 20. Jahrhunderts.

Innerhalb eines atemberaubend kurzen Abstands von wenigen Wochen ist im Riva Verlag nun Anfang September die erste Loriot-Biografie erschienen. Mit dem schlichten Titel "Loriot: Biographie" veröffentlichte ein Journalist unter dem Pseudonym "Dieter Lobenbrett" das schlanke Büchlein, das, dies sei vorweg erwähnt, nur der Vorbote zu einer ernsten, gehaltvolleren Biografie sein kann.

Lobenbrett huscht in unter 200 Seiten durch Leben und Oeuvre des beliebtesten Komikers der Republik. Dabei darf man natürlich keine neuen Erkenntnisse aus bislang unbekannten Quellen erwarten. Was Lobenbrett liefert ist das Fleißwerk eines mit Sicherheit leidenschaftlichen Fans, der die öffentlich verfügbaren Quellen sorgfältig studiert hat. Entsprechend finden sich im Literaturverzeichnis zahlreiche Zeitungsartikel und die einschlägigen Bücher. Trotzdem: Das Werk ist gut strukturiert und liest sich flüssig - und wer sich bislang mit dem Preußen vom Ammersee nur am Rande befasst hat, wird viele Details zum ersten Mal hören.

Fazit: Positiv könnte man "Loriot: Biographie" vielleicht als aktive Trauerarbeit bezeichnen, negativ als schnell gestricktes Machwerk. Dennoch bietet es eine gute Übersicht des von Bülowschen Lebensweges - und überbrückt die Zeit zu einem hoffentlich ordentlicheren Werk.

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