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Kategorie: DVD

Louis de Funès Collection 1 & 2

 

Louis de Funès brachte den Deutschen das Lachen wieder bei. Louis de Funès hatte den größten Anteil an der deutsch-französischen Freundschaft. Superlative sind heute schnell bei der Hand und sollten sehr vorsichtig eingesetzt werden. Die Faszination des französischen Komikers, der in seinen Spitzenzeiten bis zu drei Filme pro Jahr herausbrachte, sollte nicht unterschätzt werden. Die Energie, die Komik, die Produktivität machten de Funès zu einem der erfolgreichsten Komödianten Europas. Nachdem die großen Erfolge schon vor einigen Jahren auf DVD veröffentlicht wurden, legt Kinowelt nun nach mit einer sehr liebevoll gestalteten Edition, die dem Genie de Funès gerecht wird.

Die ersten beiden Teile der "Louis de Funès Collection" beinhalten je drei Filme. Ein Highlight ist dabei der Film "Die große Sause", der bis zum Erscheinen von "Willkommen bei den Sch'tis" der erfolgreichste französische Film war - mit erstaunlichen 17 Millionen Besuchern. Geradezu vorbildlich hat Kinowelt den Film auf DVD gebannt und ist dabei den Wünschen der Fans entgegengekommen. Gerd Martienzen, de Funès' legendäre deutsche Stimme, ist sowohl in der Synchronisation von 1967, als auch in der Übersetzung von 1974 zu hören. Wer will, kann auch eine Synchronisation von 2009 auswählen. Solche Sorgfalt würde man sich von anderen Studios wie etwa Disney ebenfalls wünschen.

"Louis, das Schlitzohr" und "Louis der Geizkragen" wurden auch mit den verschiedenen Synchronfassungen versehen und in Bild und Ton auf Hochglanz poliert. Auch bei "Fünf Glückspilze" und "Quietsch ... quietsch ... wer bohrt denn da nach Öl?" reibt man sich verwundert die Augen, wie viel Bildqualität bei den alten "Schinken" noch herauszuholen ist.

Über die Qualität der Filme selbst sollte man nicht streiten. Entweder man mag den oft klamaukigen Humor - oder man kauft die DVDs eben nicht. Eine Ausnahme bildet dabei der Film "Das Abenteuer des Rabbi Jacob", der sich teilweise sehr subtil über Rassen- und Fremdenhass lustig macht. Im Produktionsjahr 1973 wäre dies auf deutscher Seite noch nicht möglich gewesen. Auch "Louis, der Geizkragen" ist letztlich eine kluge Parodie auf Molières Klassiker "Der Geizige" und mehr als nur ein Witzfilmchen.

Fazit: Endlich landen die weniger bekannten Louis-de-Funès-Filme nicht mehr mit schlechten Mono-Synchronisationen auf dem Grabbeltisch der DVD-Abteilungen. Die Collection von Kinowelt ist dem großen Komiker würdig.

Hans Strömsdörfer

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